01.10.1915: Bernard on Loos | Bernard bei Loos | Bernard à Loos

Transcription:
 

1st October ‘15

Dear Father

Very, very many happy returns of your birthday.
May it keep fine for you! (R.F.C. Blessing)  I expect this
will just about arrive in time for the day. I haven’t
been able to find you any suitable offering yet.  There is
however one small thing which will possibly please you
and that is that my name has appeared with Medlicott’s
in the Flying Corp’s communiquè {sic}, or orders, circulated amongst
all the wings out here, in connection with our Hun strafing
episode the other day.  The O.C. here seemed quite bucked
about it.  Ofcourse {sic} it was only my third flight, & was
awful rot really, the damned gun jamming as it did.

I fancy Medlicott will get a D.S.O, also his observer a man
named Gilbert, for attacking two, (as we did the other day),
only the difference was they forced both to descend, and
we only scared our lot away with an empty automatic,
a jammed machine gun, & high speed flying.  Don’t
blast this about by the way, bow-wow {?}.  Many thanks…

…for your last letter.  The address is quite alright.  About
luxuries a cake per week seems to be the great thing, for tea
you know, or every other week would do.  Our mess president
wants to get each member to arrange for one at intervals
like that to keep things going.  I must write to Mary about
it.

About this last affair.  The account in the papers is excellent,
but really we regard it as another Neuve Chapelle infact {sic} it
just didn’t come off.  The reason ofcourse {sic} not knowing all
the facts of the case is difficult to arrive at accurately.  The
general opinion is that the reinforcements being too far back,
and rushed up at the last moment were thrown in on
empty stomachs, & in an exhausted condition, thereby accounting
for their not having maintained the positions won.  That
is what happened, instead of rushing on through Lens breaking
the third line, & pouring the cavalry through, they halted,
wavered, & fell back to present line.  Joffre has taken over
part of our line now to show us how to do it.  We blame
G.H.Q.,  and I am afraid there is something in it.
Keep this to yourself, & intimates, won’t you or you will…

…damage me savvy?  I still spend my spare time
grinding up Morse Code, & secret signals, to get them
perfect, & enable myself to send quickly, and accurately.
The weather is really stinking, and all against us.
Too bad.  Give Vin my love & tell him I am still
on the look out for souvenirs, & Mary too.

Very best love & good luck.

Your affectionate son

Bernard

 It is the autumn of 1915, and the British army is on the offensive in Loos.  In a candid letter, Bernard reflects on the reasons for the failure of this attack, attaching a portion of the blame to General Headquarters (G.H.Q.) for keeping the reinforcements too far behind the lines and then rushing them in too late.  But he also acknowledges the difficulty of reaching informed conclusions as to the reasons for failure without having an overview of all the facts.

For his part, Bernard has been continuing to train as an Observer and learn his Morse Code for signalling, and is pleased to report that he has been mentioned in the Royal Flying Corp’s Communiqué for the action he was engaged in with 2nd Lieutenant Medlicott, and which he mentioned in his war diary on 20th September.  He suspects that Medlicott and another Observer will get awarded a medal – the Distinguished Service Order (DSO) – for their work on another similar occasion when they attacked and forced two enemy aircraft to descend.

Meantime, the supply of provisions from home to supplement the army rations continues to be important, and Bernard asks for one cake per week (or per fortnight, if that should prove too taxing!).

  Es ist der Herbst des Jahres 1915 und die britische Armee befindet sich in der Offensive bei Loos. In einem offenen Brief sinniert Bernard über die Gründe für das Misslingen dieses Angriffs und weist eine Teilschuld dem Hauptquartier zu, da die Verstärkung zu weit hinter den Linien gehalten und zu spät in den Kampf geschickt wurde. Dennoch gibt er zu, dass es schwierig ist, fundierte Schlüsse über die Gründe des Misserfolgs zu ziehen, ohne alle Fakten zu kennen.

Bernard selbst hat seine Ausbildung zum Beobachter weiterverfolgt und ist dabei, das Morsealphabet zur Signalgebung zu lernen. Außerdem berichtet er stolz, dass er im Communiqué des britischen Fliegerkorps (Royal Flying Corps) aufgrund des Luftkampfes erwähnt wurde, an dem er und Leutnant Medlicott beteiligt waren, und das er in seinem Kriegstagebuch am 20. September beschrieben hatte. Er vermutet, dass Medlicott und ein anderer Beobachter eine Medaille, bzw. den Orden für hervorragenden Dienst (Distinguished Service Order, DSO) verliehen bekommen werden, da sie bei einer ähnlichen Gelegenheit zwei feindliche Flieger angegriffen und zur Landung gezwungen haben.

Währenddessen bleiben die Versorgungspakete von zuhause, welche die Armeeverpflegung aufbessern sollen, wichtig, und Bernard bittet um einen Kuchen pro Woche (oder alle zwei Wochen, falls das zu schwierig sein sollte!).

 
Transkription:
 

1. Oktober 1915

Lieber Vater,

ich wünsche dir alles, alles Gute zum Geburtstag.
Möge es gut für dich bleiben! (Segensspruch des Fliegerkorps). Ich
denke, dieser Brief wird dich ungefähr rechtzeitig an deinem Ehrentag
erreichen. Bislang habe ich noch kein passendes Geschenk für
dich finden können. Es gibt jedoch eine Kleinigkeit, die dich vielleicht
erfreuen wird. Kürzlich haben wir diese deutschen Hunnen ordentlich
unter Beschuss genommen, und in diesem Zusammenhang taucht
mein Name neben Medlicotts im Communiqué, das heißt im
Befehlsschreiben, des Fliegerkorps auf, das unter allen Fliegern hier
draußen herumgereicht wurde. Dem befehlshabenden Offizier vor Ort
schien der Angriff gut gefallen zu haben. Es war natürlich erst mein
dritter Flug und wirklich fürchterlich schlecht, schon allein weil unsere
Bordkanone Ladehemmung hatte.

Ich glaube, Medlicott wird einen Orden für hervorragenden Dienst
bekommen, ebenso wie sein Beobachter namens Gilbert, denn sie
haben zwei attackiert (genauso wie wir neulich), nur mit dem
Unterschied, dass sie beide zur Landung gezwungen haben, während
wir die unseren nur mit einer leeren Automatik, blockierter
Maschinenkanone und sehr hoher Geschwindigkeit verjagt haben.
Übrigens, erzähl das nicht groß herum, Wauwau {?}. Vielen Dank…

…für deinen letzten Brief. Die Adresse stimmt so. Was die
Kostbarkeiten angeht, ein Kuchen pro Woche wäre eine tolle Sache,
zur Teezeit, oder alle zwei Wochen, das würde auch reichen.
Der Präsident unserer Offiziersmesse möchte, dass jedes Mitglied in
regelmäßigen Abständen einen mitbringt, damit die Sache am Laufen
bleibt. Ich muss Mary diesbezüglich schreiben.

Wegen dieser letzten Angelegenheit. Die Berichterstattung in den
Zeitungen ist hervorragend, aber für uns war es eine weitere Schlacht
wie die bei Neuve Chapelle, denn im Grunde ist sie schiefgegangen.
Es ist natürlich schwierig, den genauen Grund festzustellen, da ich
nicht alle Tatsachen und Umstände kenne. Die allgemeine Meinung
ist, dass die Verstärkung zu weit hinten war, im letzten Moment
aufgescheucht und mit leerem Magen und völlig erschöpft in den
Kampf geschickt wurden, was erklärt, warum sie die gewonnenen
Stellungen nicht halten konnten. So ist die Sache wirklich gelaufen.
Anstatt durch Lens zu stürmen, die dritte Linie zu durchbrechen und
die Kavallerie hindurchzuschicken, hielten sie inne, gerieten ins
Wanken und fielen wieder bis zur aktuellen Linie zurück. Joffre hat
nun einen Teil unserer Linie übernommen, um uns zu zeigen, wie
man es macht. Wir machen das Hauptquartier dafür
verantwortlich und das, wie ich fürchte, nicht ganz zu Unrecht.

Behalte das bitte unbedingt für dich und sprich nur mit Vertrauten
darüber, sonst schadest du mir, verstehst du? …

…Ich verbringe meine Freizeit immer noch damit, das Morsealphabet
und die Geheimzeichen zu pauken, damit ich sie perfekt beherrsche
und schnell und genau senden kann. Das Wetter ist wirklich mies und
arbeitet gegen uns. Zu dumm. Grüße Vin von mir und sage
ihm, ich halte weiter nach Souvenirs Ausschau, und Mary auch.

Allerbeste Grüße und viel Glück,

dein dich liebender Sohn

Bernard

 C’est l’automne 1915 et l’armée britannique est en offensive à Loos. Dans une lettre rédigée dans des termes extrêmement francs, Bernard émet des commentaires sur les raisons de l’échec de cette attaque, imputant une partie de la faute au Quartier Général (G.H.Q.) pour avoir gardé les renforts trop loin derrière les lignes et les avoir ensuite lancés trop tard. Mais il reconnaît également la difficulté de tirer des conclusions claires concernant les raisons de l’échec sans avoir une vue d’ensemble des faits.

De son côté, Bernard continue sa formation d’observateur et apprend le code Morse pour le signalement. Il est heureux de raconter qu’il a été mentionné dans le communiqué du Royal Flying Corps pour les actions entreprises avec le 2ème lieutenant Medlicott, dont il a fait le récit dans son journal de guerre, le 20 septembre. Il croit que Medlicott et un autre observateur vont avoir une médaille, le Distinguished Service Order (DSO), pour leur comportement dans une autre occasion similaire, lorsqu’ils ont attaqué et forcé deux avions ennemis à descendre.

Pendant ce temps, les provisions envoyées par sa famille pour compléter le rations de l’armée sont toujours très importantes et Bernard réclame un gâteau par semaine (ou au moins tous les quinze jours, pour ne pas être trop exigeant!)

 
Transciption:
 

1er octobre 1915

Cher Père,

Très, très heureux anniversaire ! Je vous souhaite qu’il soit magnifique ! (Bénédiction du R.F.C.) J’espère que cette lettre arrivera juste à temps pour cette journée. Je n’ai pas pu vous trouver encore un cadeau convenable. Il y a, cependant, une petite chose qui devrait vous plaire, c’est que mon nom est apparu avec celui de Medlicott dans le communiqué du Flying Corps qui a circulé parmi toutes les escadrilles à propos de notre épisode avec le Boche de l’autre jour. L’O.C. a semblé assez fier de ça. Évidemment, c’était seulement mon troisième vol et il a été vraiment  pourri, avec ce maudit fusil qui s’est enrayé comme il l’a fait.

J’aimerais que Medlicott ait une médaille D.S.O ainsi que son observateur, un homme appelé Gilbert, pour avoir attaqué deux avions, (comme nous l’avons fait l’autre jour). La seule différence est que eux, ils ont forcé les deux avions à descendre, tandis que nous, nous avons seulement fait peur aux nôtres avec un automatique vide, une mitrailleuse enrayée et en volant à grande vitesse. Au fait, ne criez pas ça sur les toits, ouah, ouah. Merci beaucoup …

… pour votre dernière lettre. L’adresse est parfaite. A propos de luxe, un gâteau par semaine serait vraiment bien, vous savez, pour prendre le thé, ou tous les quinze jours.  Le président de notre mess veut que chaque membre s’organise pour en avoir un toutes les semaines ou tous les quinze jours, pour détendre l’atmosphère. Je dois écrire à Mary à ce sujet.

A propos de la dernière bataille. Le récit des journaux est excellent, mais en réalité, nous la considérons comme une autre Neuve-Chapelle. Cela a tout simplement été un échec. Difficile d’établir la cause précisément, en ne connaissant pas, évidemment, tous les éléments. L’opinion générale c’est que les renforts étant situés trop loin en arrière, ils ont été appelés au dernier moment et ont été jetés dans la bataille l’estomac vide et en état d’épuisement, ce qui explique qu’ils n’aient pas conservé les positions gagnées. C’est ce qui s’est passé. Au lieu de se précipiter à travers Lens, en brisant la troisième ligne, et de lancer la cavalerie par là, ils se sont arrêtés, ont hésité et se sont repliés sur la ligne actuelle. Joffre a repris une partie de notre ligne, maintenant, pour nous montrer comment faire. C’est la faute du quartier général et j’ai peur qu’il y ait quelque chose de vrai là-dedans.
Gardez ça pour vous et vos intimes, sinon vous allez …

…faire du tort à ma réputation. Je passe toujours mon temps libre à avaler le code Morse et les signaux secrets, pour les connaître parfaitement et être capable moi-même de les envoyer rapidement et avec précision. Le temps est vraiment infect, et il joue contre nous. Dommage. Passez le bonjour à Vin et dites-lui que je cherche toujours des souvenirs, et à Mary aussi.

Avec toute mon affection et bonne chance !

Votre fils qui vous aime

Bernard

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


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Bernard Rice