08.12.1916: Bernard Sees Mud | Bernard sieht den Schlamm in den Schützengräben | Bernard voit de la boue

Transcription:
 

[P. 1]
8/12/16
Saturday

Dear old Dad,

Very many thanks for the “primus” which
came yesterday, also the refills. Mary’s cake
too has just arrived, so please thank her for
me I will write in due course.
About Vin. As he is so very backward I should
be inclined to let him stop on. Chev. cannot be
so dud than he is unable to give Vin a good
grounding. Anyway I don’t think it would be worth
sending him to a tip top man until he is able
to take in more advanced, and therefore, more
skilled teaching. I should put it to him like

 
[P. 2]
that. If during this vac. you think he has
been getting into bad habits you could give
Chev. notice in January. But I don’t think he
has. I’ve had several letters from him. Vin’s
ignorance will most likely account for his
abuse of Chev. Who probably makes him look
small beside the other boys. You will have to
be very firm with Vin let him see the course you
intend to adopt, and refuse to discuss any other.
So Harman Brown, and Butler, are
pessimists are they? Tell them from me they
had better come, and stop about in the mud
out here!! If they saw some of the places we
live in they would be so hilarious at having

 
[P. 3]
their comfortable houses to live in they would
never think another pessimistic thought!
Even the gunner officers are permanently caked
in mud. Everyone lives underground you know
excepting ourselves who have little huts on top.
There is a beastly earthy smell about these
dug outs, and everything is permanently damp.
The inhabitants are cheerfulness itself, though
ofcourse {sic} everyone has his “grouse”. You are not a
soldier if you haven’t. I notice the general stamp
and appearance of the men these days is far
away above what it was last year. And
everyone salutes. By Jove we are smart these
days!
I nearly had a ripping scrap yesterday.
I was doing a shoot, shelling some trench

 
[P. 4]
fort with a battery of huge Hows. when a playful
little Hun came up to look on from some 3,000ft
above me. Ofcourse {sic} the gunners shut down. So
I fled wildly behind our lines! Quietly climbing
to “his” height. In 20 minutes my nose was down
at him from 10,000ft. and my observer’s gun
clattering nicely. Suddenly a nasty interfering
scout squadron of ours came up and frightened
our game away. Bloody cheek! We always
looked on from a respectful distance last winter,
and didn’t interfere unless “asked” to. “And so
the good work goes on”!. I hope that cold
of yours has gone by now. I’ve got the usual
services snivvle {sic} myself, pity about that isn’t it?
Well. I shall hope for another line from you soon.
So. Cheer O.

Bernard.

Remember Gilmour whom I
brought up from Farnboro’?
Saw him 2 days ago. V. fit & sends you
messages.

 Bernard’s letter gives an insight into the difficult conditions facing the men on the front line in the winter of 1916. After the close of the Battle of the Somme the men on the Western Front dug in for the coming winter which was to prove exceptionally cold. All those who lived through the winter of 1916-17 had memories of the bitterly freezing conditions.

It wasn’t just the cold that made winter on the Western Front so difficult to endure. Flooded trenches were also a feature of life and the waterlogged ground meant the men soon found themselves in extremely muddy conditions.
The severe cold and damp tested the troops’ morale, yet despite these severe conditions, Bernard’s letter highlights the good spirits of the men around him.

 

Vac. – Abbreviation for vacation

Grouse – A verb meaning to complain or grumble.

Ripping – An English slang word meaning excellent or splendid.

Hows. – Abbreviation for Howitzer artillery gun

  Bernards Brief vermittelt einen Eindruck von den schwierigen Bedingungen, denen sich die Männer im Winter 1916 an der Front ausgesetzt sahen. Nach dem Ende der Schlacht an der Somme gruben sich die Männer an der Westfront für den herannahenden Winter ein, der sich als außergewöhnlich kalt erweisen sollte. Allen, die den Winter 1916/1917 durchlebten, ist die bittere Kälte in Erinnerung geblieben.

Es war nicht nur die Kälte, die dazu beitrug, dass der Winter an der Westfront nur schwer zu ertragen war. Überflutete Schützengräben gehörten ebenfalls zum Alltag, und der wasserdurchtränkte Boden führte dazu, dass die Männer schon bald in tiefem Schlamm steckten.
Die starke Kälte und Feuchtigkeit stellte die Moral der Truppe auf eine harte Probe, doch trotz dieser widrigen Umstände geht aus den Briefen Bernards hervor, dass sich die Männer um ihn herum die Laune nicht verderben ließ.

 
Transkription:
 

[S. 1]
8.12.1916
Samstag

Lieber Vater!

Vielen Dank für den Primus-Kocher, der gestern zusammen mit dem Petroleum zum Nachfüllen angekommen ist. Marys Kuchen ist auch gerade eingetroffen. Richte ihr bitte dafür meinen Dank aus und sag ihr, dass ich ihr bald schreiben werde.
Nun zu Vin. Da er so schwer begreift, wäre ich geneigt, ihn aufhören zu lassen. Chev kann nicht so dumm sein, dass er Vin kein gutes Grundwissen vermitteln kann. Ich denke, es wäre nicht einmal sinnvoll, Vin zu einem Spitzenlehrer zu schicken, solange er nicht in der Lage ist, einem anspruchsvolleren und damit fachkundigeren Unterricht zu folgen. Ich würde alles so lassen

 
[S. 2]
wie bisher. Wenn Du in diesen Ferien den Eindruck hast, dass er schlechte Angewohnheiten entwickelt hat, könntest Du das Chev im Januar sagen. Aber ich glaube nicht, dass dem so ist. Ich habe ein paar Briefe von ihm bekommen. Vins Unwissenheit ist höchstwahrscheinlich der Grund dafür, dass er Chev beschimpft hat, der ihn vielleicht gegenüber den anderen Jungs klein aussehen lässt. Du wirst zu Vin sehr streng sein müssen, damit er sieht, was Du vorhast und dass Du nicht darüber diskutieren willst.
Harman Brown und Butler sind schon Pessimisten, nicht wahr? Richte ihnen von mir aus, dass sie mal hierher kommen und sich den Schlamm ansehen sollten!! Wenn sie sehen würden, wie wir hier leben, wären sie so froh darüber, dass

 
[S. 3]
sie in ihren gemütlichen Häusern wohnen können, dass sie nicht mehr so schwarzsehen würden! Sogar die Artillerieoffiziere stecken ständig im Schlamm. Alle leben unter der Erde, außer uns, wie Du weißt. Wir haben oben kleine Hütten. In den Schützengräben herrscht ein scheußlicher Geruch nach Erde, und alles ist immer nass. Die Bewohner sind dennoch gut gelaunt, auch wenn jeder natürlich seine “Beschwerden” hat. Du bist kein Soldat, wenn Du keine hast. Ich habe bemerkt, dass das allgemeine Auftreten und Erscheinungsbild der Männer weit besser ist als letztes Jahr. Und jeder grüßt. Bei Gott, wir sind wirklich tüchtig in diesen Tagen!
Gestern hätte ich beinahe einen fantastischen Abschuss erzielt.
Ich feuerte gerade auf einen Schützengraben,

 
[S. 4]
eine befestigte Batterie mit riesigen Haubitzen, als so ein komischer kleiner Hunne aus einer Höhe von etwa 3.000 Fuß über mir auf mich zuflog. Natürlich schossen die Bordschützen von oben herunter. Deshalb machte ich, dass ich davonkam und flog hinter unsere Linien zurück. Dann brachte ich meine Maschine still und leise auf “seine” Höhe. Nach zwanzig Minuten richtete ich meinen Bug aus einer Höhe von 10.000 Fuß auf ihn, und die Kanone meines Beobachters ratterte ordentlich. Plötzlich tauchte eine unserer verdammten Aufklärungsstaffeln auf, um uns den Spaß zu verderben und den Gegner davonzujagen. Unverschämtheit! Wir hatten im letzten Winter immer aus respektvollem Abstand zugesehen und uns erst eingemischt, wenn wir “gebeten” wurden. Und so geht die gute Arbeit voran!
Ich hoffe, dass Du Deine Erkältung überstanden hast. Ich habe mir leider den in der Truppe üblichen Schnupfen eingefangen. Na gut, ich hoffe, bald wieder ein paar Zeilen von Dir zu bekommen.

Cheerio
Bernard.

Erinnerst Du Dich noch an Gilmour, den ich aus Farnborough mitgebracht habe? Habe ihn vor zwei Tagen gesehen. Er lässt Dich herzlich grüßen.

La lettre de Bernard donne des indications sur les conditions difficiles qu’affrontent les hommes sur la ligne de front durant l’hiver 1916. Après la fin de la Bataille de la Somme, les troupes sur le front occidental se sont enterrées pour l’hiver approchant qui s’avéra être exceptionnellement froid. Tous ceux qui passèrent l’hiver 1916-17 ont des souvenirs de ce froid mordant.

Ce n’est pas uniquement le froid qui rendit l’hiver sur le front occidental si difficile à supporter. Des tranchées inondées étaient aussi un aléa de la vie et les sols détrempés signifiaient pour les hommes qu’ils allaient se retrouver rapidement dans des conditions extrêmement boueuses.
Le froid et l’humidité sévères éprouvèrent le moral des troupes, quoiqu’en dépit de ces conditions sévères, la lettre de Bernard relève la bonne humeur des hommes autour de lui.

 

Vac. – Abréviation pour vacances

Chev – Fait référence au précepteur supposé de Vin, le jeune frère de Bernard. Uniquement mentionné dans cette lettre, il n’est pas possible de définir avec certitude son rôle.

 
Transcription:
 

[P. 1]
8/12/16

Samedi

Mon très cher Père,

Merci beaucoup pour le réchaud qui est
arrivé hier, ainsi que pour les recharges. Le gâteau de Mary
vient également juste d’arriver, donc remercie-là pour
moi, je lui écrirai sous peu.
A propos de Vin. Puisqu’il est si hésitant je serais
enclin à le laisser s’arrêter. Chev. ne peut pas être
si incompétent au point d’être incapable de donner à Vin une bonne
formation. De toute façon je ne pense pas que ça vaille la peine de
l’envoyer à un homme exceptionnel avant qu’il ne soit capable
de suivre un enseignement plus avancé, et donc
de meilleure qualité. Je devrais lui présenter les choses

 
[P. 2]
comme ça. Si pendant ces vac. {sic} tu penses qu’il a
pris de mauvaises habitudes tu pourrais prévenir
Chev. en janvier. Mais je ne crois pas que
ce soit le cas. J’ai reçu quelques lettres de lui.
L’ignorance de Vin expliquera sans doute ses
injures à l’encontre de Chev. Qui l’abaisse certainement
devant les autres garçons. Tu devras être
très ferme avec Vin, laisse-le voir la décision que
tu entends adopter, et refuse toute autre discussion.
Donc Harman Brown, et Butler, sont
des pessimistes ? Dis-leur de ma part qu’ils
ont intérêt à venir, et d’arrêter de parler de la boue
d’ici !! S’ils avaient vu certains des endroits dans
lesquels nous vivons ils seraient si hilares avec

 
[P. 3]
leurs maisons confortables qu’ils n’auraient
jamais plus une autre pensée pessimiste !
Même les officiers d’artillerie sont en permanence encroutés
dans la boue. Tout le monde vit sous terre, tu sais,
exceptés nous qui avons des petits abris au-dessus.
Il y a un relent de terre animale dans ces
tranchées, et tout y est humide en permanence.
Les habitants sont la joie de vivre chevillée au corps, bien
qu’évidemment chacun a son sujet de râlerie. Tu n’es pas un
soldat si tu n’en as pas un. Je remarque que le style et
l’apparence des hommes en général ces jours-ci sont bien
supérieurs à l’année dernière. Et
tout le monde salue. Mon Dieu sommes-nous intelligents ces
jours-ci !
J’ai presque eu une splendide bagarre hier.
Je faisais du tir, réglant des tirs sur une tranchée

 
[P. 4]
de fort avec une batterie d’énorme obusiers. quand un petit
Boche joueur s’est amené pour observer à quelques 3000 pieds
au-dessus de moi. Bien sûr les artilleurs ont ouvert le feu. Donc
je me suis enfuis en vitesse derrière nos lignes ! Montant tranquillement
à « sa » hauteur. En 20 minutes mon nez pointait
vers lui depuis 10 000 pieds et le canon de mon observateur
claquait agréablement. Soudain une de nos méchantes escadrilles
de repérage importunes est arrivée et a effrayé
mon partenaire de jeu. Bon sang ! Nous nous sommes
toujours observés à bonne distance l’hiver dernier,
et n’avons pas interféré à moins qu’on nous le « demande ». « Et ainsi
le bon travail continue » ! J’espère que ton
rhume s’est dissipé à présent. J’ai moi-même le nez coulant
habituel du service, c’est dommage n’est-ce pas ?
Bien. J’espère recevoir une lettre de toi prochainement.

Donc. A bientôt.
Bernard.

Tu te souviens de Gilmour que
j’avais amené à Farmboro’ ?
Je l’ai vu il y a deux jours. V. en forme et t’envoie
des messages.

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


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Bernard Rice