17.01.1916: Bernard Receives word from POWs | Bernard erhält Nachricht von Kriegsgefangenen (POWs) | Bernard reçoit des nouvelles de prisonniers de guerre

Transcription:

17th Jan. ‘16

Dear Father.

How is life? Are there any more
engagements in the family? Vin? Laddie?
Sanday my flight commander, has just got the Military
Cross for Valour in the air. Likewise Gilbert, an
observer, both for work done before I came here. I
believe they were some stunt jobs they did too. It
has to be something pretty good to get recognised
in the R.F.C you know. Best of all good old
Sison has got the cross too! I am so glad. You
know he did twenty long reconnaissances {sic} last
Summer! He is an awfully stout lad. I should like
to see my pilot Allcock get something too. I expect
he will someday he is an awfully fine pilot and…

…doesn’t care a damn what happens, he never
looses {sic} his head. Splendid news of our lost
people. Russell is untoutched {sic}, and a prisoner in
Hun land. Willy Somerville, and Formelli, are
alright too. The former had a slight graze on
his chest, and Formelli a bullet in the shoulder.
The one is in hospital, and the other in Germany.
The Huns dropped a message bag containing notes
from each for us. Jolly nice of them wasn’t it?
Poor old Russell we are so relieved. I couldn’t
bear to think of the poor old chap being done in
all alone out there you know. It appears a
“Foccer” {sic} hit him in the engine just after he
had dropped his eggs. Willy put on his note
that it was Boelcher who shot him down…

…By Jove how perfectly awful that accident you
had in – Miss Chattaway – I hope she is better.
Please convey my deepest sympathy to her, and by
way of consolation she may be interested to know
that through the splendid efforts of the old country
we are able to fire five shells back for every
one the Huns send over to us. We fired
some 8 inch stuff on a supposed ammunition
depot the other day, and had the supreme
satisfaction of seeing the house literally burst
on being hit. I fancy we destroyed a lot of
Hun stuff that day. The French hit a similar
store last week, and destroyed 80,000 shells for
them. Some effort that.
If you see Aunt Bessie you might give her…

…my love, will you? Tell her how sorry I
was not to be able to see her, but that
I expect to be home for a spell soon now.
Please tell Mary that the mess tea table looks
positively awful without a cake on it!!

We had a line from Medlicott a few days since
in which he hints all parcels should contain food,
as it seems scarce where he is. If I get taken
you must send me lots, burmaline loaf twice
a week tinned meats, and things. But they won’t
get me alive if I can help it!

All priviledges {sic} have been stopped now. One cannot
move out of one’s area without special passes. One
can’t have a tender out either, everything is being
tremendously tightened up. I expect it will end
in a big push. Good night I’m going to turn
in now. Love to everybody.

Bernard

 In this letter Bernard updates his father on the status of a number of airmen who were recently shot down behind enemy lines, confirming that they are being held in German prisoner-of-war camps. One particular pilot mentioned is the fighter ace H. W. Medlicott who Bernard mentions being captured in a previous letter to his father dated 14th November 1915.

Harold William Medlicott was one of the war’s great escapists. Forced to crash land behind enemy lines in November 1915 and sent to a prisoner-of-war camp, Medlicott spent the rest of his war trying to escape. He succeeded on at least ten occasions, including scaling Holzminden’s perimeter wire in daylight and another time sliding down a 60ft tower at Wesel. He quickly became a hero to other prisoners and was equally well known to the Germans. Despite his successes he was repeatedly recaptured and moved to new camps, only to escape again.  In May 1918 while imprisoned at Bad Colberg, Medlicott made one final attempt for freedom. He was shot trying escape on 21st May 1918.

Foccer – A misspelling of Fokker.
Eggs – Hand grenades.
Boelcher – A misspelling of Oswald Boelcke, a German flying ace of the First World War considered to be the father of the German fighter air force.

 In diesem Brief informiert Bernard seinen Vater über die aktuelle Lage einiger britischer Luftfahrzeugbesatzungen, die kurze Zeit vorher hinter den feindlichen Linien abgeschossen worden waren, und bestätigt, dass sie in deutschen Kriegsgefangenenlagern festgehalten werden. Ein Pilot, der besonders erwähnt wird, ist das Kampfflieger-Ass H. W. Medlicott. Bereits in einem früheren Brief an seinen Vater vom 14. November 1915 hatte Bernard berichtet, dass Medlicott in Gefangenschaft geraten war.

Harold William Medlicott war einer der Ausbrecherkönige des Ersten Weltkrieges. Nach seiner erzwungenen Bruchlandung hinter den feindlichen Linien im November 1915 und seiner anschließenden Internierung in einem deutschen Kriegsgefangenenlager verbrachte Medlicott den Rest des Krieges mit Fluchtversuchen. Mindestens zehn Mal war er erfolgreich. So kletterte er zum Beispiel bei Tageslicht über den Stacheldrahtzaun des Lagers Holzminden. Ein anderes Mal rutschte er einen 18 Meter hohen Turm in einem Lager bei Wesel hinunter. Er galt unter den anderen Gefangenen schon bald als Held und war auch bei den Deutschen bekannt. Trotz seiner Erfolge wurde er immer wieder gefasst und in neue Lager gebracht, nur um erneut von dort zu fliehen. Im Mai 1918 unternahm Medlicott, als er in Bad Colberg gefangen gehalten wurde, einen letzten Versuch, die Freiheit zu gewinnen. Er wurde bei seinem Fluchtversuch am 21. Mai 1918 erschossen.

Military Cross for Valour – britisches Verdienstkreuz für Tapferkeit
Boelcher – falsche Schreibweise von Oswald Boelcke, einem deutschen Flieger-Ass des Ersten Weltkrieges, der als Vater der deutschen Jagdfliegerei gilt.

Transkription des Briefes:

17. Januar 1916

Lieber Vater!

Wie geht’s, wie steht’s? Gab es noch weitere Verlobungen in der Familie? Vin? Laddie? Sanday, mein Schwarmführer, hat gerade das Military Cross for Valour verliehen bekommen, ebenso Gilbert, ein Beobachter, und zwar für ihre Leistungen vor meiner Zeit hier. Ich denke mal, sie haben schon einige Kunststückchen hingelegt. Um im Royal Flying Corps Anerkennung zu finden, bedarf es schon einiger Anstrengung, weißt Du? Und das Beste ist: der gute alte Sison hat das Kreuz ebenfalls bekommen! Ich freue mich so für ihn. Du weißt, dass er im letzten Sommer zwanzig lange Aufklärungsflüge absolviert hat. Er ist ein außerordentlich tapferer Kerl. Ich würde es gerne sehen, wenn mein Pilot Allcock auch so etwas bekommt. Wahrscheinlich wird er das eines Tages auch. Er ist ein hervorragender Pilot und schert sich einen Teufel darum, was passiert. Er verliert nie den Kopf.

Es gibt gute Neuigkeiten von unseren Vermissten. Russell ist unversehrt geblieben und Gefangener in Hunnenland. Willy Somerville und Formelli geht es ebenfalls gut. Willy hat eine leichte Schramme an der Brust, und Formelli hat eine Kugel in die Schulter abbekommen. Der eine liegt im Lazarett, und der andere ist in Deutschland. Die Hunnen haben ihnen eine Kuriertasche gegeben, in der sich Nachrichten von jedem von uns befanden. Ist doch sehr nett von ihnen, oder? Guter alter Russell, wir sind so erleichtert. Weißt Du, ich könnte es mir einfach nicht vorstellen, wenn der gute alte Knabe irgendwo mutterseelenallein ums Leben gekommen wäre. Anscheinend hat eine „Fokker“ seinen Motor getroffen, kurz nachdem er seine Handgranaten abgeworfen hatte. Willy hat ihm geschrieben, dass es Boelcher war, der ihn abgeschossen hat.

Bei Gott, wie schlimm dieser Unfall war, den Du erlebt hast. Ich hoffe, dass es Fräulein Chattaway besser geht. Richte ihr bitte meine allerbesten Grüße aus. Vielleicht ist es ein Trost für sie, zu erfahren, dass wir aufgrund der großartigen Leistungen unseres Landes in der Lage sind, auf jede Granate, die die Hunnen uns schicken, mit fünf Granaten zu antworten. Wir haben neulich ein paar 20-cm-Granaten auf ein mutmaßliches Waffendepot abgefeuert und konnten zu unserer größten Genugtuung sehen, wie das Gebäude nach dem Treffer buchstäblich explodiert ist. Ich denke, wir haben eine Menge Material der Hunnen zerstört. Die Franzosen haben letzte Woche ein ähnliches Lager beschossen und dabei 80.000 Granaten vernichtet. Nicht schlecht.

Falls Du Tante Bessie siehst, richte ihr doch meine allerbesten Grüße aus. Sag ihr, dass es mir sehr leid tut, dass ich sie nicht besuchen konnte, dass ich aber wahrscheinlich schon bald mal bei ihr vorbeikommen kann, wenn ich wieder zu Hause bin. Und sag bitte Mary, dass der kleine Teetisch in unserer Messe ohne einen Kuchen darauf einfach fürchterlich aussieht!

Vor ein paar Tagen haben wir von Medlicott einen Brief erhalten, in dem er darum bittet, in alle Pakete etwas zu essen hinein zu tun, da es dort, wo er jetzt ist, nicht viel davon gibt. Wenn ich in Gefangenschaft gerate, musst Du mir viel schicken, vor allem Brot, und zweimal in der Woche Büchsenfleisch und ähnliche Sachen. Aber ich werde schon dafür sorgen, dass sie mich nicht lebend erwischen!

Alle Privilegien sind jetzt gestrichen. Man kann seinen Bereich ohne Sonderausweis nicht verlassen. Man hat auch keinen Ausgang, alles wird ungemein verschärft. Ich glaube, dies wird noch einmal alles in einem großen Knall enden. Gute Nacht! Ich gehe jetzt schlafen.

Viele liebe Grüße an alle.

Bernard

 Dans cette lettre Bernard informe son père sur la situation d’un certain nombre d’aviateurs qui ont récemment été abattus derrière les lignes ennemies, confirmant qu’ils sont détenus dans un camp allemand pour prisonniers de guerre. L’un des pilotes mentionnés en particulier est l’as H.W. Medlicott que Bernard indique comme capturé dans une précédente lettre à son père datée du 14 novembre 1915.

Harold William Medlicott fut l’un des grands évadés de la guerre. Forcé de se poser derrière les lignes ennemies en novembre 1915 et envoyé dans un camp pour prisonniers de guerre, Medlicott a passé le reste de la guerre à essayer de s’enfuir. Il a tenté à au moins dix reprises, dont l’escalade des barbelés du périmètre de Holzminder en plein jour et glissant le long d’une tour de 18 mètres à Wesel. Il est rapidement devenu un héros pour les autres prisonniers et était également connu des Allemands. En dépit de ses succès pour sortir des camps, il fut systématiquement repris et déplacé dans d’autres camps. En mai 1918, lors de son emprisonnement à Bad Colberg, Medlicott fit une ultime tentative d’évasion. Il fut abattu en tentant de s’échapper le 21 mai 1918.

Foccer – Faute d’orthographe pour Fokker.
Œufs – Grenades à main
Boelcher – Faute d’orthographe pour Oswald Boelcke, un as allemand de la Première Guerre mondiale. Il a théorisé les premiers éléments de la doctrine de la chasse allemande pendant la Bataille de Verdun. Il est mort en combat aérien le 28 octobre 1916 à Bapaume.
Pain Bermaline – Sorte de grosse brioche anglaise, populaire au début du XXe siècle.

Transcription:

17 Janvier ‘16

Cher Père.

Comment vas-tu ? Y a-t-il d’autres
fiançailles dans la famille ? Vin ? Laddie ?
Sanday, mon « flight commander », vient de recevoir la
Military Cross for Valour. De même Gilbert, un
observateur, tous deux pour des faits accomplis avant mon arrivée ici. Je
crois qu’ils ont aussi fait quelques cascades. Cela
a dû être quelque chose de très bon pour être reconnu
dans le R.F.C. tu sais. Le mieux c’est que ce bon vieux
Sison a eu la croix également. Je suis si content. Tu
sais qu’il a fait vingt reconnaissances longues l’été
dernier ! C’est un garçon terriblement solide. J’aimerais
voir mon pilote Allcock recevoir quelque chose aussi. Je m’attends
à ce que ça lui arrive un jour il est un pilote terriblement doué et…

…se moque de ce qui arrive, il ne perd
jamais sa tête. Splendides nouvelles de nos amis
égarés. Russel est indemne, et prisonnier en
territoire boche. Willy Somerville, et Formelli, vont
bien également. Le premier a une légère écorchure sur
sa poitrine, et Formelli a une balle dans l’épaule.
L’un est à l’hôpital, et l’autre en Allemagne.
Les Boches ont lâché un sac de messages contenant des notes
pour chacun d’entre nous. Très sympathique de leur part n’est-ce pas ?
Pauvre vieux Russel, nous sommes si soulagés. Je ne pouvais
supporter d’imaginer le pauvre vieux abattu
tout seul là-bas tu sais. Il semble qu’un
« Foccer » {sic} l’a frappé dans le moteur juste après qu’il
ait lâché ses œufs. Willy écrit dans ses notes
que c’est Boelcher qui l’a abattu…

…Mon Dieu combien cet accident que tu as dû traiter
est-il parfaitement horrible – Miss Chattaway – j’espère qu’elle va mieux.
Veux-tu lui transmettre mes plus sincères sympathies, et en
guise de consolation elle sera peut-être intéressée de savoir
qu’à travers les efforts splendides du vieux pays
nous sommes capables de tirer cinq obus en retour de
chacun de ceux que les Boches nous expédient. Nous avons tiré
quelques engins de 8 pouces sur un supposé dépôt
de munitions l’autre jour, et avons eu la satisfaction
suprême de voir la maison littéralement éclater
au moment de l’impact. Je gage que nous avons détruit beaucoup
d’équipements boches ce jour-là. Les Français ont frappé un emplacement
similaire la semaine dernière, et détruit 80.000 obus.
Un effort à relever.

Si tu vois Tante Bessie tu lui transmettras…

…mon affection? Dis-lui combien je suis désolé
de ne pas avoir pu la voir, mais que
je m’attend maintenant à être bientôt de retour à la maison pour un moment.

Dis bien à Mary que la table à thé de la cantine a l’air
vraiment horrible sans gâteau dessus !!

Nous avons reçu une lettre de Medlicott il y a quelques jours
dans laquelle il indique que tous les paquets devraient contenir de la nourriture,
une denrée qui semble rare là où il se trouve. Si je dois être fait prisonnier
tu dois m’en envoyer beaucoup, du pain Bermaline deux fois
par semaine, des viandes en conserve, et d’autres choses. Mais ils ne me
prendront pas vivant si je peux les en empêcher !

Tous les passe-droits ont été supprimés maintenant. On ne peut
pas se déplacer hors de sa zone sans laissez-passer spécial. On
ne peux pas non plus aller jeter un œil dehors, tout est
énormément resserré. Je pense que cela va se finir
en une grande offensive. Bonne nuit je vais me coucher
maintenant. Embrasse tout le monde.

Bernard

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


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