18.10.1915: Bernard Becomes an Observer | Bernard wird Beobachter | Bernard devient observateur

Transcription:

18th:10:15

Dear Father

For the last four days we haven’t been able to fly atall {sic}
on account of the foggy state of the weather so you can imagine
how anxiously we scan the prospects each morning!  By the way
I have qualified for my wing, my flying badge {original censored, written in later: “arse-hole”; with sketch} sothat {sic}
now I am a full blown observer supposed to be competant {sic} to
fight Huns, shoot batteries, and the rest!!  There was a
statement appeared in the papers made by the Huns to the effect
that our gas attack extended over a front of 23 miles?  It was
corrected by the “Daily Mail” of 16th and rightly so too.  I was
over the attack whole time {sic}, & it was only quite local on a front
of 5 miles at the most.

Don’t you admire my crest {embossed at top of letter}?  I am orderly officer again so
am writing this in the Major’s office at 6.30 A.M o’ the mornin’ on
a deuced empty bread basket!  I am told on excellent
authority out here that the Zepps. will have a magnificent reception
awaiting their pleasure shortly.  I hear from another source, one
of our pilots who has just returned from leave, that a good
deal of damage was done in the last raid.  The Strand suffering
quite severely, one bomb landing in the Lyceum!!

7.30 p.m.

Here we are again!  I am waiting to be relieved by the next Orderly Officer
for dinner this time!! I had an excellent breakfast, by the way, but…

…that is all over now ofcourse {sic}.  By jove this flying
business does give one an appetite!  The fog lifted this
morning so we were able to fly again.  However there was a very
thick ground haze which made observation difficult so that I couldn’t
bring off my shoot.  I am going up tomorrow morning to turn three
big batteries onto a Hun heavy battery which is hidden in some
houses thus:-

{hand drawn illustration of trench lines and village}

The above sketch of course is entirely imaginary but gives an idea of what
things look like from above.  I am going to start at one end of the houses
immediately behind the dummy gun pits, and wreck the lot because the
flashes all come from the houses, & we think the guns are in the
cellars!  I love strafing houses it makes such an awful mess, &
clouds of dust fly up at a hit.  Ofcourse {sic} it takes some care, and
judgement, to tell the gunners how close their shots are falling to
get a direct hit but when it comes up she goes!!  One of the
others has got a water tower to shell.  That should be a good
show!!!  Well cheer O!  Here comes the evening despatch rider with
tomorrow’s orders, & by the time I’ve sorted them out Stammers should
be here to relieve me.

You know Sison is with 10 Squadron close here {sic}?  We meet quite
often in the town near by, & on one occasion chased a Hun
together.  Wilks, the Daimler man who is with the tractors is also
close here, I often see him too.  Sorry I haven’t sent off the
souvenir stuff yet.  Love to you all.

Bernard

 Bernard qualified as an observer on 12th October 1915, and passes on the good news to his father in this letter a few days’ later.  The observer badge was a single wing attached to an “O” shaped symbol, apparently earning it a nickname of the “arse-hole”, which has been censored as inappropriate in the original letter and written back in later!

Bernard is acting as Orderly Officer for the day (in charge of the security and administration of his unit), and so is writing his letter in instalments whilst working in the Major’s office.  Fog has prevented flying for several days, but on the day of the letter it lifts and Bernard has been up flying; tomorrow, he will use his skills as an observer to help the British artillery to shell some houses which are believed to be sheltering enemy gun batteries.  He provides a vivid account, and sketch, of how he anticipates conducting his part in this attack.

Gas warfare is continuing to be used.  After the German gas attack at Ypres in April 1915, the British rapidly developed their own similar weapon (euphemistically referred to as “the accessory”), and this was used at Loos in the autumn.  Gas warfare was controversial at the time, and both sides criticised each other for its use in propaganda reports – Bernard praises the Daily Mail for correcting what he believes to be German exaggeration of the scale of a recent British gas attack.

Bernard also refers to the air raids on London, which one of his fellow officers reported on when he returned from leave.  We tend to think of air raids as associated with the Second World War, but there were a number of raids on London by airships and later by planes in the First World War, albeit on a much smaller scale than the subsequent conflict.  Bernard reflects on the damage done to central London, including in the West End.

 Am 12. Oktober 1915 schließt Bernard seine Ausbildung zum Beobachter ab und teilt die gute Nachricht seinem Vater einige Tage später in einem Brief mit. Das Beobachter-Abzeichen bestand in einem „O“-artigen Symbol mit einem einzelnen Flügel, was ihm augenscheinlich die scherzhafte Bezeichnung „Arschloch“ einbrachte – was im Originalbrief als unangemessen zensiert und später wieder eingefügt wurde.

Bernhard fungiert an dem Tag als Offizier vom Dienst (zuständig für die Sicherheit und Verwaltung seiner Einheit) und schreibt seinen Brief in mehreren Abschnitten, während er im Dienstzimmer des Majors arbeitet. Dichter Nebel verhindert seit einigen Tagen das Fliegen, am Datum des Briefes jedoch lichtet er sich und Bernard steigt in die Lüfte. Am Folgetag wird er sein Beobachtergeschick einsetzen und die britische Artillerie dabei unterstützen, einige Häuser zu bombardieren, in denen Artilleriewaffenlager des Feindes vermutet werden. Er liefert einen lebhaften Bericht sowie eine Skizze, wie er die Ausführung seines Teils des Angriffs erwartet.

Es wird weiterhin Gas zur Kriegführung eingesetzt. Nach dem deutschen Gasangriff bei Ypern im April 1915 entwickelten die Briten schnell eine eigene, ähnliche Waffe, die im Herbst bei Loos eingesetzt wurde. Der Gaskrieg war zu jener Zeit umstritten und beide Seiten kritisierten sich in Propagandaberichten gegenseitig für den Einsatz von Gaswaffen – Bernard lobt die Daily Mail für ihre Richtigstellung einer, seiner Meinung nach, Übertreibung der Deutschen bezüglich des Ausmaßes eines kürzlich erfolgten britischen Gasangriffes.

Bernard bezieht sich außerdem auf die Luftangriffe auf London, über die einer seiner Kameraden nach seiner Rückkehr aus dem Heimaturlaub berichtete. Bei Luftangriffen denken wir in erster Linie an den Zweiten Weltkrieg, obwohl es auch schon im Ersten Weltkrieg, allerdings in viel geringerem Ausmaß, Angriffe auf London durch Luftschiffe und später Flugzeuge gab. Bernard sinniert über die Schäden im Zentrum von London, einschließlich des West Ends.

Transkription des Briefes:

18. Oktober 1915

Lieber Vater,

in den letzten vier Tagen konnten wir aufgrund des nebligen Wetters gar nicht fliegen – Du kannst Dir also vorstellen, mit welcher Sorge wir jeden Morgen schauen, wie die Aussichten sind! Ich habe mich übrigens für mein Bataillon qualifiziert, mein Fliegerabzeichen {im Original zensiert, nachträglich wieder eingefügt: „Arschloch“, mit Zeichnung} so dass ich jetzt ein ausgewachsener Beobachter bin, der in der Lage sein soll, die deutschen Hunnen zu bekämpfen, auf Waffenlager und den ganzen Rest zu schießen! In der Zeitung erschien eine Meldung von den Hunnen, dass sich unser Gasangriff angeblich entlang einer Front von 23 Meilen ereignet haben soll? In der „Daily Mail“ vom 16. wurde das richtig gestellt und auch mit Recht!  Ich befand mich die ganze Zeit über dem Angriff, und er war örtlich ziemlich begrenzt, an einer Front von höchstens 5 Meilen.

Na, bewunderst Du auch gebührend mein Dienstwappen {als Briefkopf aufgeprägt}? Ich bin wieder mal Offizier vom Dienst und schreibe diesen Brief im Dienstzimmer des Majors um halb 7 Uhr in der Frühe und mit einem verdammt leeren Magen! Ich weiß von oberster Stelle hier, dass den Zeppelinen in Kürze ein großartiger Empfang bevorsteht. Aus anderer Quelle, von einem unserer Piloten, der gerade aus dem Heimaturlaub zurückgekehrt ist, hörte ich, dass der letzte Angriff einiges an Schäden angerichtet hat. Die Londoner Straße „Strand“ hat ganz schön was abbekommen, eine Bombe hat wohl sogar das Lyceum erwischt!

Halb 8 Uhr, abends

Da bin ich wieder! Ich warte auf die Ablösung durch den nächsten Offizier vom Dienst – dieses Mal zum Abendessen! Ich hatte übrigens ein ausgezeichnetes Frühstück, aber…

… das ist inzwischen natürlich lange vorbei. Oh Mann, bei dieser ganzen Fliegerei kriegt man echt einen Hunger! Der Nebel hat sich heute Morgen gelichtet, so dass wir wieder fliegen konnten. Trotzdem herrschte sehr dichter Bodennebel, der die Beobachtung erschwerte, so dass ich nicht zum Schuss kam. Ich gehe morgen früh wieder in die Luft, um drei große Batterien auf ein Artilleriewaffenlager der Hunnen zu lenken, das sie folgendermaßen in ein paar Häusern versteckt haben:

{handgemalte Zeichnung von Grabenlinien und Dorf}

Die obige Skizze ist natürlich nur ausgedacht, aber sie gibt einem einen Eindruck davon, wie die Sachen von oben aussehen. Ich fange an einem Ende der Häuser an, unmittelbar hinter den Attrappen der vertieften Geschützstellungen, und zertrümmere den ganzen Bereich, weil die Blitze alle aus den Häusern kommen und wir glauben, dass die Waffen in den Kellern sind. Häuser beschießen ist einfach herrlich, weil es bei jedem Treffer so eine schöne Schweinerei gibt mit den hochschießenden Staubwolken. Natürlich bedarf es dazu Sorgfalt und Urteilsvermögen, den Richtschützen mitzuteilen, wie nah ihre Treffer gestreut sind, um einen direkten Treffer zu landen, aber wenn der dann da ist: ab geht die Post!! Einer der anderen muss demnächst einen Wasserturm bombardieren. Das sollte eine hübsche Vorstellung werden – was werden wir jubeln!! Soeben kommt der abendliche Kradmelder mit den Befehlen für morgen. Bis ich die sortiert habe, sollte Stammers hier sein, um mich abzulösen.

Wusstest Du, dass Sison mit der 10. Staffel hier ganz in der Nähe ist? Wir treffen uns öfter in der nahegelegenen Stadt und haben neulich mal zusammen einen Hunnen gejagt. Wilks, der Mann von Daimler, der bei den Traktoren arbeitet, ist auch ganz in der Nähe, ihn treffe ich auch öfter. Entschuldigt, dass ich noch nicht die Souvenirsachen geschickt habe. Liebe Grüße an Euch alle,

Bernard

 Bernard a été qualifié comme observateur le 12 octobre 1915, et il a communiqué la bonne nouvelle à son père dans cette lettre, quelques jours plus tard. Le badge d’observateur était une simple aile fixée à un symbole en forme de « o », surnommé apparemment « trou du cul », ce qui avait été censuré comme inapproprié dans la lettre d’origine et réécrit plus tard !

Bernard travaille comme officier de service le jour (chargé de la sécurité et de l’administration de son unité) ainsi écrit-il sa lettre en plusieurs fois, en travaillant dans le bureau du Major. Le brouillard a empêché les vols pendant plusieurs jours, mais le jour de la lettre, il se dissipe et Bernard a pu voler ; demain, il utilisera son habileté d’observateur pour aider l’artillerie britannique à tirer sur des maisons qui sont supposées abriter des batteries d’obus ennemies. Il fournit un récit très vivant, et un croquis, en expliquant comment il va remplir sa mission dans cette attaque.

On continue d’utiliser le gaz dans la guerre des tranchées. Après l’attaque au gaz des Allemands à Ypres, en avril 1915, les Anglais développent rapidement leur arme similaire (appelée avec euphémisme “l’accessoire”), qui sera utilisée à l’automne, à Loos. L’utilisation du gaz dans la guerre des tranchées était controversée à cette époque, et les deux camps critiquaient son utilisation par l’autre partie dans des rapports de propagande. Bernard fait l’éloge du Daily Mail pour avoir corrigé ce qu’il croit être une exagération des Allemands à propos d’une récente attaque au gaz de la part des Britanniques.

Bernard fait également allusion aux récents raids aériens sur Londres, que l’un de ses camarades officiers, de retour de congé, avait évoqués. Nous pensons, généralement, aux raids aériens menés sur Londres pendant la Seconde Guerre mondiale, mais il y a eu également un certain nombre de raids sur Londres, par dirigeables et, plus tard, par avion, pendant la première guerre mondiale, bien qu’à plus petite échelle. Bernard fait allusion aux dégâts provoqués par les raids aériens dans le centre de Londres, y compris dans le West End.

Transciption :

18 /10/15

Cher Père,

ces quatre derniers jours nous n’avons pas pu voler du tout à cause du brouillard. Vous pouvez, donc, imaginer avec quelle inquiétude, tous les matins,  nous scrutons le ciel ! Au fait, j’ai obtenu mon insigne et mon badge de vol [original censuré, écrit plus tard : “trou du cul”; avec un croquis]: maintenant je suis un observateur accompli, censé être capable de combattre des Boches, tirer sur des batteries, et tout le reste !!  Les journaux ont publié une déclaration des Boches, selon laquelle nos attaques au gaz se seraient étendues sur un front de 23 miles ? Le Daily Mail du 16 a rectifié, à juste titre, cette information. J’ai survolé l’attaque pendant toute sa durée et je peux dire qu’elle s’est déroulée seulement sur un front local de 5 miles tout au plus.

Aimez-vous mon timbre [en relief en haut de la lettre] ? Je suis à nouveau de garde et j’écris du bureau du Major à 6 heures 30 du matin avec une corbeille à pain désespérément vide ! On m’a dit de source sûre ici que les Zeppelins vont avoir une magnifique réception. J’attends ce plaisir avec impatience. J’ai appris d’une autre source – l’un de nos pilotes qui vient de rentrer de congé – qu’il y a eu de sacrés dégâts lors du dernier raid. Le Strand a souffert terriblement et une bombe a atterri sur le Lyceum ! !

19 h 30

Nous revoilà ! J’attends d’être relevé par le prochain officier de service, pour le dîner cette fois-ci ! ! Au fait, j’ai pris un excellent petit déjeuner, mais …

… tout ça est fini maintenant, naturellement. Par Dieu, l’avion donne vraiment de l’appétit ! Le brouillard s’est dissipé ce matin, nous avons ainsi pu voler à nouveau. Cependant, il y avait une brume épaisse, au sol, qui rendait difficile l’observation, et je n’ai pas pu mener à bien mes tirs. Je vais monter demain matin pour balancer trois grosses batteries sur un gros canon boche qui est caché dans des maisons comme ça :

[croquis des lignes de tranchées et des villages]

Le croquis ci-dessus est, bien entendu, entièrement imaginaire, mais il donne une idée de la façon dont on voit les choses de là-haut. Je vais commencer par l’une des extrémités  des maisons qui se trouvent immédiatement derrière les faux trous à canons, et je vais tout démolir, car les éclairs proviennent tous des maisons et nous pensons que les mitrailleuses sont dans les caves ! J’adore mitrailler les maisons, ça fait un tel bordel, avec les nuages de poussière qui s’élèvent sous les coups. Bien sûr, il faut faire attention à ne pas se tromper lorsqu’on dit aux artilleurs de combien ils ont manqué leur cible, mais quand ça marche, c’est bon ! ! Il y en a un qui a bombardé un château d’eau. Ça a dû être un beau spectacle !!! Bon, allez ! Voici l’estafette du soir avec les ordres de demain: le temps de les trier et Stammers devrait être là pour prendre la relève.

Vous savez que Sison est dans l’escadron 10, tout près d’ici ? Nous nous retrouvons assez souvent dans la ville voisine et une fois nous avons chassé un Boche ensemble.  Wilks, l’homme à la Daimler qui est avec les tracteurs est aussi près d’ici. Je le vois souvent également. Désolé, je n’ai pas envoyé encore les souvenirs. Avec toute mon affection.

Bernard

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


More Information|Mehr Informationen|plus d'informations
Bernard Rice