23.11.1914: Bernard in Winter | Bernard im Winter | Bernard en hiver

Transcription:
 

[P. 1]
4th Div. Amm. Col.   Nov 23rd ’14

Dear Father,

Thank you so much for the parcel of grub, it was
most acceptable, and much enjoyed by my assembled guests, Holmes
Newsome, and one, or two, others. The cake, tell Mary, was excellent
and lasted four days! Please thank the sisters for the OXO. cubes
they will be most useful now this cold weather has set in.

The cold started one night last week, when I was out on a long
run, by sleeting hard. It then proceeded to snow, and after that
to freeze, with the result that the roads are hard as nails, and riding
is a pleasure once more. There are one, or two, drawbacks ofcourse {sic}.
I found my lamp generator frozen solid last night, and inspite {sic} of
the new gloves, and the new boots issued to me, feet, and fingers,
will get numbed.

I am sorry to hear your news about Eddy. I had hoped from his cheery
P.C. to me that the break was a single one only, and would soon be healed.
I find it is only some 60 miles to Boulogne from here in a straight
line through St Omer so hope to be able to get over one day soon.
We have an awfully nice Captain, and Colonel, over us so I expect I will
get a pass through alright. I get numbers of enquiries for Eddy where-
ever I go from men, non coms, and officers. I had no idea he knew
so many people! I bet you had a bad time answering enquiries,
inundated were you? Bad news always travels fast.

We have heard here that the Kaiser has been shot by one of his own officers
whether it is true, or not, I don’t know. All the French have it, and
the signalers {sic} too, so there may be something in it. If it is so the end
of the war is near.

We are, as you remark, sitting tight here atpresent {sic}. I am quite

 
[P. 2]
comfortable in a little grocer’s shop, and there is an awfully
nice kind little woman who cooks for me, & looks after me well.
She owns the shop, has four little girls, and her husband is
an infantryman at the Front. When possible I “mess” in with
the family, and live top notch. Ofcourse {sic} they cook my rations heaps
better than I do so I score allround {sic}. The stock in the shop is
sadly deficient, since the Germans made such havoc when they
were here, and the men keep coming in and asking for candles,
chocolate, and biscuits. All the poor woman can say is “Pas
de tous! Les allemands ont prié les tous”. I tell her she had
better stick a notice up outside! However she leaves we leave
the shutters up instead. I am thinking of becoming a grocer
when I return, since you have a nice little shop stocked with
all sorts of interesting looking bottles, and drawers, & packets, a
big till with nothing in it, and a cosy little kitchen at the
back. I’ would suit me well! The great trouble I have to
contend with is my influent French. I feel it the most when
the windows rattle, and the big guns boom, the good dame will
get so excited and imagine the Germans near by. However she
is getting better. I think the horror of the German occupation
has shaken her nerves a bit, she starts whenever the men
shout outside, or a lorry backfires.

I am afraid this is rather an uninteresting letter. I will write
a better one in a day or two. I am writing to Mary also. Soon as
Eddy arrives in Town get up & get the best man on to him. Some
of your old pals perhaps. I don’t like the sound of enclosed, and fear
his leg is in danger. Very best love

Bernard C. Rice

Now in late November, Bernard describes how the temperature falls. Although this means he gets numb with cold, he still welcomes the fact that the frozen roads are easier to drive on. Rumours circulate that the Kaiser has been shot, and it is hoped this might bring a speedy end to the war – neither, of course, actually happened.

Meanwhile, despite a cheery “P.C.” (postcard) from brother Eddy, it seems he sustained a more serious injury in his motorcycle accident at the front than was first thought, and Bernard fears his leg is in danger; plenty of people are asking after Eddy, including “non coms” (non-commissioned officers) and officers. Bernard himself is billeted in a little grocer’s shop, where he is comfortable and living “top notch” (very well).

 Es ist jetzt Ende November und Bernard beschreibt, wie die Temperatur sinkt. Obwohl dies bedeutet, dass seine Glieder vor Kälte taub werden, ist er froh, dass sich die gefrorenen Straßen leichter befahren lassen. Es gibt Gerüchte, der Kaiser sei erschossen worden und man hofft, dies würde ein schnelles Ende des Krieges herbeiführen – aber natürlich geschah nichts von beiden.

Trotz einer fröhlichen Postkarte von Bruder Eddy war er anscheinend bei seinem Motorradunfall an der Front schwerer verletzt worden, als zuerst angenommen, und Bernard befürchtet, sein Bein könnte in Gefahr sein. Jede Menge Leute fragen nach Eddy, darunter auch Unteroffiziere und Offiziere. Bernard selbst ist in einem kleinen Lebensmittelladen untergebracht, wo es ihm gut geht und er „spitzenmäßig“ (sehr gut) lebt.

 
Transkription:
 

[S. 1]
4th Div. Amm. Col [Munitionstross der 4. Division] 23. November ‘14

Lieber Vater,

Vielen Dank für das Fresspaket, es war
sehr willkommen und meine versammelten Gäste, Holmes
Newsome sowie ein oder zwei andere haben es sich schmecken lassen. Sag Mary, der Kuchen war hervorragend
und hat vier Tage gereicht! Bitte danke den Schwestern für die Brühwürfel,
sie werden jetzt, wo das kalte Wetter eingesetzt hat, außerordentlich nützlich sein.

Die Kälte setzte eines Nachts letzte Woche ein, als ich auf einer langen
Fahrt war, mit starkem Schneeregen. Dann ging es über in Schnee und danach
kam der Frost mit dem Ergebnis, dass die Straßen jetzt hart wie Stein sind und
das Fahren wieder Spaß macht. Es gibt natürlich auch den einen oder anderen Nachteil.
Letzte Nacht ist der Generator meiner Lampe eingefroren und trotz der
neuen Handschuhe und neuen Stiefel, die mir ausgegeben wurden, werden
Füße und Finger taub.

Es betrübt mich, eure Nachrichten über Eddy zu hören. Von seiner heiteren Postkarte her
hatte ich gehofft, es sei nur ein einfacher Bruch, der schnell heilen würde.
Ich habe festgestellt, des es von hier aus über St. Omer nur ca. 90 km
Luftlinie bis Boulogne sind, so hoffe ich, dass ich demnächst mal rüber kommen kann.
Wir haben eine sehr netten Hauptmann und Oberst als Vorgesetzte und so gehe ich davon aus, dass ich meinen Urlaub durchkriegen werde. Wo auch immer ich bin, werde ich von Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren
nach Eddy gefragt. Ich hatte keine Ahnung, dass
er so viele Leute kannte! Ich wette, Ihr hattet eine anstrengende Zeit, die Fragen zu beantworten, seid Ihr damit überflutet worden? Schlechte Nachrichten sprechen sich immer schnell herum.

Wir haben gehört, der Kaiser sei von einem seiner eigenen Offiziere erschossen worden.
Ich habe keine Ahnung, ob es wahr ist oder nicht. Alle Franzosen wissen es und
die Fernmelder ebenfalls, so könnte etwas dran sein. Wenn dem so ist, dann
ist der Krieg bald zu Ende.

Wie Du bemerkt hast, sitzen wir zur Zeit hier fest. Ich bin ziemlich

 
[S. 2]
komfortabel in einem kleinen Lebensmittelladen untergekommen, und da ist eine
furchtbar nette kleine Frau, die für mich kocht und mich gut versorgt.
Ihr gehört der Laden, sie hat vier kleine Mädchen und ihr Mann
ist Infanterist an der Front. Wenn möglich, “speise” ich mit der Familie
und lebe spitzenmäßig. Natürlich bereiten sie meine Sie meine Verpflegung wesentlich besser als ich zu, so habe ich einen Volltreffer gelandet. Die Bestände im Laden sind leider mangelhaft, da die Deutschen so ein Chaos anrichteten, als sie hier waren, und die Männer kommen immer wieder und fragen nach Kerzen, Schokolade und Keksen. Die arme Frau kann immer nur sagen “Pas de tous!” (Es gibt nichts mehr!) Les allemands ont prié les tous”. (Die Deutschen haben alles genommen) Ich sage ihr, sie
sollte besser
einen Zettel draußen anbringen! Doch stattdessen lässt sie lassen wir
die Rollläden oben. Ich denke darüber nach, Lebensmittelhändler zu werden,
wenn ich zurückkehre. Ihr habt doch einen kleinen netten Laden,
voll mit allerlei interessant aussehenden Flaschen sowie Schubläden und Paketen,
eine große Kasse, in der nichts drin ist und eine gemütliche kleine Küche hinten.
Das wäre was für mich! Ein großes Problem, mit dem ich fertig werden muss,
ist mein gebrochenes Französisch. Am meisten spüre ich das, wenn
die Fenster wackeln und die großen Kanonen knallen, die gute Frau
regt sich dann so stark auf und denkt, die Deutschen seien in der Nähe. Es wird jedoch besser. Ich denke, der Horror der deutschen Besatzung
hat ihre Nerven etwas erschüttert, sie zuckt zusammen, wann immer
die Männer draußen laut schreien oder ein LKW eine Fehlzündung hat.

Ich fürchte, das ist ein ziemlich langweiliger Brief. Ich werde
in einem oder zwei Tagen einen besseren schreiben. Ich schreibe auch an Mary. Sobald Eddy in der Stadt ist, solltest Du Dich aufmachen und den besten Mann für ihn gewinnen. Vielleicht
einen von Deinen alten Kumpels. Das mit der Fixierung klingt für mich nicht gut, und ich fürchte, sein Bein ist in Gefahr. Alles, alles Liebe

Bernard C. Rice

C’est la fin du mois de novembre : Bernard décrit l’arrivée du froid. Malgré les doigts et les pieds gelés, il est content, parce que le verglas rend les routes plus faciles à parcourir en moto. Des bruits circulent sur une éventuelle blessure par balle du Kaiser et Bernard se dit que cela pourrait entraîner une fin rapide de la guerre. Rien de tout cela ne s’est produit, comme nous le savons.

Entre-temps, malgré une carte postale rassurante reçue de la part d’ Eddy, Bernard apprend que la blessure remportée par ce denier lors d’un accident de moto pourrait être plus grave que prévu et craint que la jambe de son frère ne soit en danger; beaucoup de gens – dont des officiers et des sous-officiers – demandent des nouvelles d’Eddy. Bernard est cantonné dans une petite épicerie, où il mène une petite vie confortable et est traité comme un « coq en pâte ».

 
Transcription:
 

[P. 1]
4ème Div. Amm. Col.   23 novembre 1914

Cher père,
Merci beaucoup pour le colis de bouffe: c’était tout à fait potable et cela a été très apprécié par mes convives, dont Holmes Newsome, et deux ou trois autres camarades. Dites à Mary que le gâteau était excellent et qu’il a duré quatre jours! Et remerciez, s’il vous plaît, mes sœurs pour les bouillons-cubes [ OXO] : ils seront certainement très utiles par le froid qu’il fait.

Le froid a commencé la semaine dernière, pendant que j’étais dehors en mission prolongée, par de grosses chutes de neige fondue. Puis, cela s’est transformé en neige et ensuite en gel. Résultat : les routes sont dures comme pierre ce qui ajoute encore au plaisir de rouler en moto. Bien entendu, il y a quelques inconvénients. J’ai trouvé mon générateur d’électricité complètement gelé, la nuit dernière, et malgré les nouveaux gants et les nouvelles bottes qui m’ont été distribué(e)s, mes pieds et mes doigts deviennent complètement insensibles.

Les nouvelles relatives à Eddy m’ont attristé. J’avais cru comprendre, d’après le ton enjoué de sa carte postale, qu’il aurait droit à une seule période de licence et qu’il serait bientôt guéri. J’ai vu qu’il n’y avait que 96 km pour aller d’ici à Boulogne : c’est direct en passant par St Omer, j’espère que je pourrai m’y rendre bientôt.

Nous avons un Capitaine et un Colonel vraiment sympathiques : j’espère, donc, que je pourrai bénéficier sans problèmes d’un laisser-passer. Où que j’aille, tout le monde me demande des nouvelles d’Eddy : des simples soldats, des sous-offs et des officiers. Je ne savais pas qu’il connaissait autant de monde! J’imagine que vous aussi vous aurez été submergé par les demandes de nouvelles, n’est-ce pas ?,

Les mauvaises nouvelles voyagent toujours très vite.

Nous avons entendu dire que le Kaiser avait été blessé par balle par l’un de ses officiers : je ne sais pas si c’est vrai, mais tous les Français en parlent et les

signaleurs aussi, alors il doit bien y avoir quelque chose de vrai là-dessous. Si c’est le cas, la fin de la guerre approche.

Comme vous l’aurez remarqué, nous ne bougeons pas beaucoup d’ici pour le moment {sic}. Je suis assez confortablement

 
[P. 2]
installé dans une petite épicerie, avec une petite femme incroyablement gentille qui me fait la cuisine et me soigne «aux petits oignons».

Elle est propriétaire du magasin, elle est mère de quatre petites filles et son mari combat dans l’infanterie, au Front. Quand je peux, je m’unis à la famille pour les repas et je vis comme un coq en pâte. Bien sûr, elles cuisinent mes rations bien mieux que moi, donc j’ai tout à y gagner. Le stock du magasin est au plus bas, car les Allemands ont tout mis à sac quand ils étaient ici et les hommes ne cessent de venir demander des bougies, du chocolat et des gâteaux. La pauvre femme ne peut que répéter “Pas de tous! Les allemands ont prié les tous”.[NDT : sic]. Je lui ai dit qu’elle ferait mieux d’afficher un panneau sur la porte du magasin! Cependant, elle laisse nous laissons tout de même les volets ouverts.
Je me dis que je pourrais ouvrir une épicerie quand je retournerai à la maison, un joli petit magasin rempli de toutes sortes de bouteilles intéressantes, avec des tiroirs et des paquets, une grosse caisse enregistreuse toute vide et une mignonne petite cuisine à l’arrière. Cela m’irait à la perfection! Le gros problème avec lequel je dois me battre tous les jours est la piètre qualité de mon français. Je m’en aperçois tout particulièrement quand les vitrines commencent à trembler et les canons à gronder, et cette pauvre dame est morte de peur et s’imagine que les Allemands vont arriver d’une minute à l’autre. Mais, elle commence à aller mieux, maintenant. Je pense que l’horreur de l’occupation allemande lui a « tapé sur les nerfs » : dès qu’elle entend les hommes crier , dehors, ou un camion pétarader dans la rue, elle commence à avoir peur.

Je crains que cette lettre ne soit vraiment pas intéressante. Je vous en écrirai une meilleure dans quelques jours. Je vais écrire aussi à Mary. Dès qu’Eddy arrive en ville, occupez-vous de lui et confiez-le aux soins de quelqu’un de vraiment fiable, l’un de vos anciens copains, par exemple. Je n’ai pas beaucoup aimé les nouvelles que vous m’avez données à son sujet et je crains que sa jambe ne soit en danger

Avec toute mon affection

Bernard C. Rice

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


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Bernard Rice