29.01.1915: Bernard Returns from Leave | Bernard kehrt vom Fronturlaub zurück | Bernard rentre de permission

Transcription:
 

[P. 1]
? Quod Erat Demonstrandum ?

29th Jan ‘15

Dear Father

Do not be alarmed by the above it is merely the
outcome of a muddled brain, and an army order, or what
not.  The order forbids the use of headings in letters as
dealing with the writers’ address, and the muddled brain
refuses to see the order in the clear light of reason.
Two simple results you will note.

Curiously enough I did not experience a sense of [unreadable, perhaps “nausea”]
on returning here, or any other unpleasant feelings for the
matter of that.  I was quite glad to resume my
duties, and found quite a lot of “business” urgently in
need of attention.  In addition there had been a perfect
epidemic of broken mudguards so that I was confronted
by practically the whole bunch of cyclists en fête for
the occasion.  The fitting people were working far into
the night which only serves to prove the old adage about
the wind.

After I left you I had “some” experience.  The L.S.W.Ry
had had another smash so traffic was dislocated &
to add to the confusion a heavy fall of snow cut off
telegraphic, & ‘phonic communications.  I was lucky in

 
[P. 2]
catching a boat train at 10.0p.m. which landed me
in the docks at 2.15AM.!  My luck again came
to the rescue & provided a taxi which assisted
me to a bed in the Dolphin Hotel.  With the
aid of the phone I cadged brekker with the
Grandmater, & spent the day dodging round with
her seeing various fair cousins!  In the late
afternoon I returned to Town, & thence to
Dorking where I found six inches of snow
covering everything.  I could get no further than
the Batsons so spent a cheerful evening there.
The next morning I got out to Westcott &
spent an excellent day there.  I was presented
with a most elaborate map case despatch carrier
combined of a sort calculated to extract the
approval of the General himself.  I want you to change
the big one you sent me for something else please.
I don’t know what atpresent {sic}, I think it would be
better to leave it to you.  On Sunday night I

 
[P. 3]
took my leave at 9.0pm & put up at the Grosvenor
to make sure of my train on the morrow.  This
train was caught successfully, & I had an excellent
crossing arriving in here at about nine o’clock.
I think we ought to have a fortnight but at the
same time we were jolly lucky to get off atall {sic}, &
I for one feel a jolly sight more ready for any
“eventualities” that may turn up than before the
“seven days”.

I wish to goodness I had had more time with you.
However, it was jolly nice to see just what is
doing, & I think your Hospital perfectly splendid.
It is really an enormous place is it not?  I was
very sorry not to see Mr. Berriman before I trotted
off I think he was engaged in the weekly lunch when
I sought him.  Please remember me to him & also to
Mr. Masterman.  Tell Eddy I will write later.  My
cap I stuck to but will try & send him his own in a
day, or two.  Very heavy firing continues to break out at
intervals along the line here but doesn’t seem to be

 
[P. 4]
followed up by attacks of any importance.  The
two divs. I spoke of are here but I haven’t seen
anything of Ronald as yet.  There seems to be
a kind of flu. passing over everyone here, the
same that you describe in your last letter, so
there are many whose spirits are on the low level.
We have just spent an afternoon playing draughts
á les francais, and smoking hard, and are now
about to partake of supper, eggs, salmon, cold beef,
salad, beer, wine, & cake.  Not bad for active
service?  The salmon is of the tinned variety & is
served out at intervals.  Bonne.

There has been a distinct improvement in weather
since my return for which we are all thankful.
Frost and cold winds are the order of the day.
This morning a valiant German steered his “dove” over
the neighbouring town of B- and laid two eggs resulting
in the deaths of various unhappy civvies.  I suppose by now
he must be wearing an iron cross.

Write again soon & tell Eddy to do the same.

Yours

Bernard

 The letter begins with some word play about the army prohibition on mentioning place names in letters, a ruling borne out later in the text when the name of a town is abbreviated simply to its initial (“B-“). Bernard has recently returned to the front from a week’s leave, in which he visited the hospital back in Britain at which his father is working, and visited various relatives.  He wishes his leave had been longer, but is grateful to have had even a short period.

He writes about the heavy firing back at the front, no doubt in stark contrast to the relaxed atmosphere he found back at home.  He describes a German plane (“dove”) flying over the nearby town and dropping two bombs (“laying two eggs”), causing civilian casualties.
 

Cadged brekker with the Grandmater” = “got Grandmother to give me breakfast”
Mr Berriman = Bernard’s former boss at Daimler cars

 Der Brief beginnt mit einem Wortspiel über das von der Armee verhängte Verbot, Ortsnamen in Briefen zu nennen; eine Bestimmung, die später im Text bestätigt wird, wenn der Name einer Stadt einfach auf den Anfangsbuchstaben („B-“) abgekürzt wird. Bernard ist kürzlich zur Front zurückgekehrt nach einem einwöchigen Urlaub, in dem er in Großbritannien das Krankenhaus, in dem sein Vater arbeitet, sowie verschiedene Verwandte besucht hatte. Er wünscht, sein Urlaub wäre länger gewesen, doch er ist dankbar, dass er wenigstens die kurze Zeit zur Verfügung hatte.

Er schreibt über heftige Feuergefechte an der Front, die zweifellos im starken Kontrast zu der entspannten Atmosphäre stehen, die er zu Hause vorgefunden hat. Er beschreibt ein deutsches Flugzeug („Taube”), das über die nahegelegene Stadt geflogen ist und zwei Bomben abgeworfen hat („legte zwei Eier”), die zivile Opfer forderten.
 

Mr. Berriman = Bernards ehemaliger Chef bei Daimler Cars.

 
Transkription:
 

[S. 1]
? Quod Erat Demonstrandum ?

  1. Januar ‘15

Lieber Vater

Hab’ keine Sorge, wegen der Überschrift, sie ist lediglich
das Resultat eines konfusen Hirns, und eines Armeebefehls oder
was auch immer. Dem Befehl nach ist es uns verboten,
Überschriften in Briefen zu verwenden,
die einen Bezug zur Adresse des Verfassers haben und das konfuse Hirn
weigert sich, den Befehl im klaren Licht der Vernunft zu sehen.
Zwei einfache Ergebnisse, wie du siehst.

Merkwürdigerweise habe ich bei meiner Rückkehr hierher
kein Gefühl von [unleserlich, möglicherweise “nausea” (Übelkeit)]
und übrigens auch keine anderen unangenehmen Gefühle verspürt.
Ich war ganz froh, meinen Dienst wieder aufzunehmen
und hatte gleich eine Menge „Dienstliches”, das dringender
Beachtung bedurfte. Außerdem ist es hier zu einer wahren Epidemie an
zerbrochenen Schutzblechen gekommen, so dass mir praktisch alle Zweiradfahrer
dem Anlass entsprechend aussehend entgegenkamen.

Die Reparaturleute arbeiteten bis spät in die Nacht,
was den alten Spruch vom Wind nur zu bestätigen scheint.
Nachdem ich von euch weg bin, ist mir vielleicht was passiert: Die LSW Ry hatte wieder mal einen Zusammenstoß, so dass der Verkehr umgeleitet wurde und dazu kam noch, dass starker Schneefall Telegrafen- und Telefonleitungen unterbrach.
Ich hatte Glück

 
[S. 2]
und erwischte um 22:00 Uhr einen Zug mit Anschluss
an die Fähre, der mich um 2:15 Uhr zu den Docks brachte!
Mein Glück rettete mich wieder und brachte ein Taxi,
das mir zu einem Bett im Dolphin Hotel verhalf. Mit Hilfe des
Telefons brachte ich Großmutter dazu, mir Frühstück zu machen und
verbrachte den Tag damit, mit ihr herumzuziehen
und einige hübsche Cousinen zu treffen! Am späten Nachmittag
kehrte ich in die Stadt zurück und von dort nach
Dorking, wo mehr als 15 Zentimeter Schnee
alles bedeckten. Ich kam nur bis zu
den Batsons, also verbrachte ich dort einen fröhlichen Abend.
Am nächsten Morgen fuhr ich raus nach Westcott und
verbrachte dort einen großartigen Tag. Ich bekam eine aufwändig
gestaltete Kombination aus Kartentasche und Gepäckträger geschenkt,
die so gestaltet war, dass sie sogar die Zustimmung
des Generals höchstpersönlich finden würde. Ich
möchte dich bitten, die große, die du mir geschickt hast,
gegen etwas anderes einzutauschen.
Zurzeit weiß ich noch nicht gegen was, ich denke
es ist besser, dir das zu überlassen. Am Sonntagabend

 
[S. 3]
verabschiedete ich mich gegen 21:00 Uhr und stieg im Grosvenor [Hotel]
ab, um sicher zu gehen, dass ich meinen Zug am folgenden
Tag schaffte. Den Zug erreichte ich, hatte
eine großartige Überfahrt und kam hier gegen 9 Uhr an.

Ich denke, wir hätten zwei Wochen frei haben sollen,
doch gleichzeitig hatten wir wirklich Glück,
überhaupt weg zu kommen
Ich für meinen Teil fühle mich nun besser gewappnet für mögliche
„Eventualitäten” die auftreten können, als vor den
„sieben Tagen”.

Ich wünsche, ich hätte mehr Zeit mit euch gehabt.
Aber es war wirklich nett zu sehen, was los ist
und ich finde Dein Krankenhaus ganz vortrefflich.
Es ist wirklich riesig, nicht wahr? Es tut mir sehr leid,
dass ich Mr. Berriman nicht sehen konnte, ehe ich
wieder loszog. Ich glaube, er war beim wöchentlichen
gemeinsamen Mittagessen, als ich nach ihm suchte.
Bitte grüß ihn von mir und auch

Mr. Masterman! Sag Eddy, dass ich später schreibe.
Meine Mütze habe ich selbst behalten, aber ich will versuchen
ihm in ein bis zwei Tagen seine eigene zu senden.
Gelegentlich brechen hier weiterhin schwere
Feuergefechte entlang der Frontlinie aus, doch ihnen scheinen

 
[S. 4]
keine in irgendeiner Weise bedeutenden Angriffe zu folgen.
Die beiden Divisionen von denen ich sprach sind hier, aber
ich habe bisher nichts von Ronald gesehen. Es scheint hier eine Art
Grippe umzugehen, die jeden erwischt; dieselbe,
die du in Deinem letzten Brief beschrieben hast, daher
ist bei vielen die Stimmung im Keller.
Wir haben gerade einen Nachmittag damit verbracht,
Dame auf französische Art zu spielen
und viel zu rauchen und werden jetzt gleich Abendbrot essen.
Es gibt Eier, Lachs, kalten Rinderbraten, Salat,
Bier, Wein und Kuchen. Nicht schlecht für die aktive Dienstzeit, oder?
Der Lachs ist aus der Dose und wird in
regelmäßigen Abständen ausgegeben. Schön.

Das Wetter ist seit meiner Rückkehr deutlich besser geworden,
wofür wir alle dankbar sind.
Frost und kalte Winde sind das Gebot der Stunde.
Heute früh steuerte ein mutiger Deutscher seine „Taube“
über die Nachbarstadt B- und legte zwei Eier, die
mehreren unglücklichen Zivilisten den Tod brachten.
Ich nehme an, er wird mittlerweile ein Eisernes Kreuz tragen.

Schreib bald wieder und sage Eddy, er solle dies auch tun.

Dein
Bernard

  La lettre commence par un jeu de mots sur l’interdiction en vigueur dans l’Armée sur la mention des noms de lieux dans les lettres, règle illustrée un peu plus loin dans le texte où le nom d’une ville est simplement abrégé par son initiale (“B-“). Bernard vient de retourner au front à l’issue d’une permission d’une semaine, pendant laquelle il s’est rendu à l’hôpital de Grande-Bretagne où travaille son père, et où il a rendu visite à divers membres de sa famille. Il aurait bien aimé que sa permission dure plus longtemps, mais il est quand même reconnaissant d’avoir passé ce temps, même bref.
Il parle des tirs nourris au front, qui contrastent sans doute fortement avec l’atmosphère détendue qu’il a trouvée en rentrant chez lui. Il décrit un avion allemand (“coucou”) survolant la ville voisine et larguant deux bombes (“pondant deux oeufs”), faisant des victimes parmi les populations civiles.
 

Cadged brekker with the Grandmater” = “Je me suis offert le petit-déjeuner chez Grand-Mère” M. Berriman = l’ancien chef de Bernard chez Daimler

 
Transcription:
 

[P. 1]
? Quod Erat Demonstrandum ?

29 janv ‘15

Cher Papa,
Ne t’alarme pas de ce qui précède, ce n’est que le produit d’un cerveau embrouillé, et c’est aussi un ordre de l’armée, ou Dieu sait quoi encore. Les ordres interdisent l’emploi d’en-têtes dans les lettres étant donné qu’y figure l’adresse du rédacteur, et le cerveau embrouillé refuse de considérer l’ordre à la lumière de la droite raison.
Tu auras remarqué deux résultats simples :

Aussi curieux que cela paraisse, je n’ai pas éprouvé de sentiment de [illisible, peut-être “nausée”] en revenant ici, ni d’autres sentiments désagréables d’ailleurs. J’étais assez heureux de reprendre mon service, et j’ai trouvé pas mal de “travail” nécessitant toute mon attention, d’urgence. Par ailleurs, nous avons connu une véritable épidémie de garde-boue brisés, ce qui fait que j’ai été confronté pratiquement à la totalité du peloton de cyclistes en fête pour l’occasion. Les ajusteurs ont travaillé jusqu’à une heure avancée de la nuit, ce qui ne fait que confirmer le vieil adage qui parle du vent.

Après t’avoir quitté, j’ai vécu quelque chose d’”intéressant”. La compagnie L.S.W.Ry a eu un nouvel accident qui a perturbé le trafic et, pour ajouter à la confusion, une abondante chute de neige a provoqué la coupure des communications télégraphiques et téléphoniques. J’ai eu la chance de

 
[P. 2]
pouvoir attraper un train faisant correspondance avec le bateau à 22 h 00 qui m’a déposé sur les quais à 2 h 15 du matin.! Ma chance a encore volé à mon secours pour m’apporter un taxi qui m’a déposé à ma chambre à l’hôtel Dolphin. Par le truchement du téléphone, j’ai pu m’offrir le petit-déjeuner chez Grand-Mère et j’ai passé la journée à me promener avec elle pour voir quelques jolies cousines ! En fin d’après-midi, je suis revenu à la ville & de là à Dorking, que j’ai trouvée entièrement recouverte de 15 cm de neige. Je n’ai pas pu aller au-delà de la maison des Batson, où j’ai passé une soirée bien joyeuse. Le lendemain matin, je suis sorti pour me rendre à Westcott où j’ai passé une excellente journée. On m’a montré une estafette à cartons de cartes très élaborée, arrangée de manière à arracher l’aval du Général en personne. Je veux que tu remplaces la grande que tu m’as envoyée par quelque chose d’autre, s’il te plaît. Je ne sais pas trop quoi penser alheuractuelle {sic}, je crois qu’il vaut mieux que je m’en remette à ton jugement. Dimanche soir, je

 
[P. 3]
suis sorti à 9 heures et j’ai pris une chambre au Grosvenor pour être sûr de pouvoir attraper mon train le lendemain. J’ai pu attraper ce train et j’ai fait un excellent voyage pour arriver ici aux environs de neuf heures. Je pense qu’il faudrait que nous passions la quinzaine, mais en même temps, nous étions drôlement veinards de pouvoir partir enfin {sic} et, pour ma part, je me sens sacrément plus prêt à parer à toutes “éventualités” qui pourront arriver qu’avant ces “sept jours”.

J’aimerais bien pouvoir passer plus de temps avec toi. En tout cas, c’est sacrément bon de voir simplement comment ça va, et je crois que ton Hôpital est tout à fait splendide. C’est vraiment un endroit exceptionnel, pas vrai ? J’ai été absolument désolé de ne pas pouvoir rencontrer M. Berriman avant de partir. Je crois qu’il s’est fiancé au cours du déjeuner hebdomadaire où je suis parti à sa recherche. Envoie-lui mon bon souvenir, ainsi qu’à M. Masterman. Dis à Eddy que je lui écrirai plus tard. Ma casquette à laquelle je tenais tant, mais je vais essayer de lui envoyer la sienne d’ici un jour ou deux. Des tirs très nourris continuent à éclater par moment sur la ligne de front, mais il ne semble pas qu’ils soient

 
[P. 4]
suivis d’attaques trop importantes. Les deux div(ision?)s. dont j’ai parlé sont ici, mais pas de Ronald en vue. Il semble qu’il y ait une sorte de grippe qui passe sur tout le monde ici, la même que celle dont tu
parles dans ta dernière lettre, donc nombreux sont ceux qui ont le moral dans les chaussettes. Nous venons de passer un après-midi à jouer aux dames avec “les francais” et à fumer beaucoup, et nous allons bientôt partager le souper, des œufs, du saumon, du bœuf froid, de la salade, de la bière, du vin & du gâteau. Pas mal, hein, pour le service actif ? Le saumon est du saumon en boîte servi par intermittences. Bonne.

Le temps s’est nettement amélioré depuis mon retour, ce dont nous sommes tous reconnaissants. Le gel et les vents froids sont à l’ordre du jour. Ce matin, un vaillant Allemand a dirigé son “coucou” pour survoler la ville voisine de B- et a pondu deux œufs, provoquant la mort de quelques malheureux civils. Je suppose qu’aujourd’hui, il doit être décoré de la Croix de Fer.
Réponds-moi vite et dis à Eddy de faire de même.

Bien à toi,
Bernard

 

Bernard Rice

Bernard Rice

When war began Bernard Curtis Rice was an apprentice with the Daimler Car Company. On 7 August 1914 he and his brother drove from the factory in Coventry to Avonmouth, where they joined the Army Service Corps (ASC), Britain’s army transport unit.

Bernard served in France and Flanders as a motor cyclist from 15 August 1914.
On 27 August 1915 Bernard joined the RFC as a Second Lieutenant. He became an Observer and later a Pilot, flying on artillery observation or spotting missions with Nos. 2 and 8 Squadron.


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